Quintessenzen

Quintessenzen

eines investigativen Journalisten.


Nur wer das Unmögliche wagt und seinen Träumen die Treue hält, schafft das Machbare!

Homepage: cmp-medien.de

Weg von den Nebenkriegsschauplätzen – hin zum pragmatischen Handeln für das Allgemeinwohl!

PressebereichPosted by Erich Neumann Tue, October 04, 2016 18:31:55

Der gestrige Tag der Deutschen Einheit hat ein Bild von Deutschland in die Welt getragen, welches weder das wirkliche Deutschland widerspiegelt, noch dem nur im bisher geübten Rahmen zu begegnen ist.

Eine radikale Ausrichtung auf das wirklich Entscheidende und Wichtige ist das einzige unerlässliche Gebot der Stunde!

Erinnern wir uns: von Griechenland konnte und wollte Niemand mehr Etwas hören und es verstummte auch,

als die Flüchtlingsthematik es ablöste, ohne dass es – bis zum heutigen Tage nicht – einer Lösung zugeführt wurde.

Dann kamen die Krakehler und versuchten uns einzureden, dass nicht die Humanität zähle, sondern eine imaginäre Bedrohung im Raum stünde und die angeblich besorgten Bürger sowie Rattenfänger aus dem rechts-extremen Politlager erhielten eine Aufmerksamkeit und Plattform nach der anderen.

Lösungen wurden ihnen – quasi im Gegenzug – keineswegs dafür abverlangt!

Man könnte fast versucht sein zu glauben, dass mangels fehlender Fußball-WM oder sonstiger Korruptionsunterlegter Events einige abstruse Spaziergänger willkommene Ablenkung bieten, um das Treiben von Gier und Menschenverachtung einiger Kreise ungestört pflegen zu können.

Natürlich sind die Ereignisse von Dresden undiskutable und entschuldbar, auch wenn wir uns dafür vor der Welt zu entschuldigen haben, doch sind sie wirklich das beherrschende Thema?

Nein und nochmals nein, denn geradezu unbemerkt von der Öffentlichkeit zündete am 04. Oktober eine mutige, dem Allgemeinwohl verpflichtete Jeanne d'Arc der Medizin: Dr. med. llka Martina Enger, Internistin aus Neutraubling, eine, auch in der Regierungshauptstadt Berlin nicht zu überhörende Bombe und sorgt so für Furore im Gesundheitswesen.

In einem absolut couragierten, von ausschließlich redlichen Zielen getragenen, ihre eigene Zukunft auf’s Spiel setzenden Schritt machte sie das Neubauer Gutachten endlich öffentlich.

Das beklemmende Fazit des gesundheitsökonomisches Gutachten: einem freiberuflich tätigen Arzt in der Praxis ist es heutzutage nicht möglich, ein angemessenes Honorar zu erzielen.

(Quelle: Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Günter Neubauer, Institut für Gesundheitsökonomik München, www.ifg-muenchen.com)

Während Whistleblower Edward Joseph “Ed“ Snowden bereits weltweite Beachtung findet, steht es diesem Akt gelebter Zivilcourage, dieser einen überaus mutigen und selbstlosen Schritt für das Allgemeinwohl gehenden Frau erst noch bevor: vor Allem aber zu!

Doch haben wir schon begriffen was überhaupt geschehen ist und wozu wir nun im ureigendsten Interesse, sowie dem der künftigen Generationen verpflichtet sind? Sicherlich noch keineswegs!

Unter Abwägung bestehender Kriterien zwischen ärztlichem Gewissen, Kollegialität und auch politischer, wie gesellschaftlicher Verantwortung für ein funktionierendes Gesundheitswesen auf der einen, sowie den Regeln, teilweise ungeschriebener Gesetze und Strukturen einer Körperschaft, die sie ebenfalls im Rahmen eines sog. kollegialen Vorstandsorgans mitverwaltet und -verantwortet, auf der anderen Seite, entschied sich Dr. Enger für die spektakuläre Veröffentlichungsfreigabe und löst damit – es sei ihr und der Bevölkerung wie Ärzteschaft von Herzen gegönnt – einen Erdrutsch in die richtige Richtung aus.

Oft waren es in der Geschichte Frauen, welche große Ereignisse herbeigeführt haben.

Von der früheren Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lässt sich dies nun im Gegensatz dazu mit Sicherheit nicht sagen. Allenfalls bleibt sie als Totengräberin des Gesundheitswesen in Erinnerung: hat damit einen Kurs eingeschlagen, welchen – abgesehen von einigen kosmetischen Korrekturen, welche den Begriff der immer wieder behaupteten Reformen nicht im Geringsten verdienen – ihre Nachfolger mit Konsequenz weiter verfolgten. Das Desaster wurde somit weiter vorprogrammiert.

Die Sendung vom 26. September 2016 “Diagnose Gier – werden wir beim Arzt abgezockt?“ des ARD-Formates “hart aber fair“ war – vom Frank Plasberg Team zudem mit wenig journalistischer Qualität und Verantwortung abgespult – beredtes Beispiel, wie Verbandsvertreter obendrein eher taten- und wirkungslos zusehen, als die Interessen ihres Berufsstandes so zu positionieren, dass ihm und der Allgemeinheit gedient ist und die Politik in die Verantwortung genommen wird.

Die Politik ihrerseits beschränkt sich ebenfalls nur auf Worthülsen und nach Ausstrahlung geht man gemeinsam auf ein Bier: Alles bleibt beim nachteilig Alten. Nur ja nicht sich etwa erkennbar wehtun. Für die Schmerzen und das Ausbaden der diversen Dilemmas gibt es ja schließlich die Bevölkerung.

Denkt man bsw. nur an die Zustimmung der Verbände zur elektronischen Gesundheitskarte, können einige Verantwortliche nicht die wirklichen Interessen vertreten haben, denn neben den Sicherheitsrisiken ist es eindeutige Ausrichtung auf restlos durchleuchtete und gesteuerte Ärzte und Patienten zu deren Nach- und ausschließlichem Vorteil der wirklich Gierigen.

Aus welchen vertretbaren Motiven sollen Politik und Standesvertretungen hierzu Einverständnis geben können? Welche indiskutablen sind es dann?

Nachdem Gewissheit entstand, dass es nicht gelingen wird, unter den Rahmenbedingungen der bürokratischen Strukturen der kassenärztlichen Vereinigung zu einer zeitgerechten Veröffentlichung beizutragen, musste die Abwägung erfolgen und wurde das im Auftrag der KVB Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns aus März 2014 entstandene Gutachten am 01. Oktober 2016 von Dr. Enger im Einklang mit den Beschlüssen der Vertreterversammlung zur Publikation freigegeben.

Das deutsche Gesundheitssystem hat seine Chance!?

www.myheimat.de/muenchen/politik/das-deutsche-gesundheitssystem-hat-seine-chance-d2780002.html

Dank dieses von Ärzteschaft, deren Standesvertretungen und der Politik erfahrenen Weckrufes, erhält das deutsche Gesundheitssystem seine Chance. Wird sie genutzt oder weiter nur verschlafen?

Es liegt an unser aller Kontrolle und Durchsetzungsunterstützung!

Durch Wahrheit über Klarheit zur Konsequenz: der Chance für das deutsche Gesundheitssystem!

www.myheimat.de/muenchen/politik/durch-wahrheit-ueber-klarheit-zur-konsequenz-der-chance-fuer-das-deutsche-gesundheitssystem-d2780086.html

Es darf nicht umsonst gewesen sein, dass die Wahrheit schonungslos an den Tag gebracht wurde.

Diese muss nun ungeschminkte Klarheit bei wirklich allen Beteiligten schaffen.

Und dann ist es unumkehrbar an der Zeit von kosmetischen Beschönigungen Abstand zu nehmen und eine Gesundheitsreform zu initiieren, welche diesem Begriff auch ohne Wenn und Aber gerecht wird.

Statt Sprechblasen der von Lobbyisten gegängelten Politik, wie ihnen gebeugter Verbands-/Organisations-/Institutionsfunktionäre, kuschender Medien und von Randgruppierungen skandierter leerer Parolen, steht diese Lösung im Interesse der Gesamtbevölkerung im Raum und ist deren uneingeschränkte Umsetzung auch von dieser bis zur Erfüllung im letzten Detail einzufordern.

Umso mehr, wenn wir wirklich eine im 21. Jahrhundert angekommene Gesellschaft sein wollen und uns nicht nur ersatzweise auf Nebenkriegsschauplätze lenken lassen um uns dort – ganz dem Gedanken Brot und Spiele folgend – an behaupteter Flüchtlingsproblematik, etc. abarbeiten wollen!

Fordern wir Alle, also Jede(r) von uns seine politischen Vertreter und konfrontieren wir diese mit der Frage, wie es angehen kann/soll, dass wir vor diesem drohenden Desaster weiter die Augen verschließen und in einer ins Verderben führenden Vogel-Strauß-Politik verharren, anstelle die Zukunftsfähigkeit unseres Landes an seinem höchsten Gut messen: der Gesundheit seiner Bevölkerung!

Dazu der Gastkommentar von Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Günter Neubauer in Ausgabe 06/2016 Arzt & Wirtschaft:

Kooperationen, insbesondere Ärztenetzen gehört die ambulant-ärztliche Zukunft!

Die ärztliche Tätigkeit wird seit geraumer Zeit von zwei Entwicklungsfaktoren bestimmt: zum Einen ist dies die Wissensdynamik und zum Zweiten die Technisierung von Diagnostik, Therapie und Dokumentation. Beide Entwicklungen stellen den allein praktizierenden Arzt vor immer schwerer zu lösende Probleme: das wachsende Wissen verlangt nach Spezialisierung und damit einer Verengung und Vertiefung des Behandlungsspektrums. Das gilt auch im abgeschwächten Maß für Hausärzte. Für die Patienten ergeben sich daraus mehr Besuche bei verschiedenen Spezialisten mit den unvermeidlichen Wege und Wartekosten, aber auch Doppeluntersuchung. Die Technisierung, der zweite Entwicklungsfaktor, verlangt zwar ebenfalls spezielles Anwendungswissen, noch mehr aber eine betriebswirtschaftliche Kalkulation, ob und inwieweit sich die Investitionskosten bei gegebener Gebührenordnung refinanzieren! Vor allem ist es die Auslastung, welche die Wirtschaftlichkeit einer Praxis bestimmt.

Auf beide Entwicklungen kann eine kollegiale Kooperation eine adäquate Antwort geben! Durch eine abgestimmte Spezialisierung kann dem Patienten eine umfassende Behandlung angeboten werden und zugleich kann sich der einzelne Kooperationspartner auf sein Fachgebiet konzentrieren. Auch die gegenseitige Konsultation, ebenso wie gemeinsame Qualitätszirkel, können unbürokratisch zeitnah und schnell durchgeführt werden.

•  Die Kosten lassen sich in einer kooperativen Praxisgemeinschaft für jeden Partner dadurch senken, dass Geräte und Unterstützungspersonal höher ausgelastet werden und die Kosten auf mehr Patienten und mehrere Ärzte verteilt werden. Im Resultat steigen Qualität und Wirtschaftlichkeit.

•  Ärztenetze wiederum beinhalten ein deutlich größeres Potential für Qualitätssicherung und Kostensenkung entsprechend der Zahl der teilnehmenden Ärzte. Insbesondere bei der Beschaffung von Sachgütern lassen sich deutliche Preisnachlässe erzielen. Allerdings wachsen mit der Zahl der Netz­ ärzte nicht nur die Chancen, sondern es nehmen auch die Zentrifugalkräfte zu. Daher brauchen Ärztenetze ab einer bestimmten Größe ein professionelles Management, das aus den Einspareffekten zu finanzieren ist. Dies stößt bei vielen Ärzten auf Ablehnung und wird nicht als Investition, sondern als Verschwendung bewertet, was eine kurzsichtige Einschätzung ist.

Eine neuere Entwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung, die Kooperationen und Ärztenetze zu einer Existenzfrage der ambulant-ärztlichen Versorgung macht: es ist der Trend zum Angestelltenstatus bei jungen Ärztinnen und Ärzten. Immer mehr bevorzugen eine Angestelltentätigkeit vor einer selbständigen Niederlassung. Die Gründe dafür sind in der Arbeitszeitgestaltung und im unternehmerischen Risiko einer Niederlassung zu sehen. Letztlich ist auch der Vergütungsabstand zwischen einer selbständigen und einer angestellten Arzttä­tigkeit nicht (mehr!) so groß, dass dies Grund für eine Niederlassung wäre. Ärztekooperationen ebenso wie Ärztenetze können hier eine wichtige Brückenfunktion übernehmen, indem sie junge Kollegen/Innen zunächst als Angestellte beschäftigen und ihnen später eine Partnerschaft anbieten.

Mein Fazit: auf diese Weise lassen sich die Risikoscheu, aber auch die Familienorientierung einer nachrückenden Ärztegeneration mit hoher Versorgungsqualität vereinen. Gelingt dies nicht, so wird die ambulant-ärztliche Versorgung von den Krankenhäusern übernommen – ein Modell, das schon heute von einigen politischen Gruppierungen favorisiert wird.

  • Comments(0)//quintessenzen.cmp-medien.de/#post5