Quintessenzen

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eines investigativen Journalisten.


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Handlungsfähigkeit statt Worthülsen

PressebereichPosted by Erich Neumann Mon, July 25, 2016 12:38:34

© Bild: www.sueddeutsche.de CC

Dem Amoklauf von München geschuldet nahm Das Erste eine Sondersendung von Hart aber Fair ins Programm und die Gäste von Moderator Frank Plasberg verdeutlichten, welches Fiasko herrscht.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer, als einer, wenn nicht der profundeste Fachmann bekam von Baggerfahrer und Innenminister Bayerns Joachim Herrmann die gleiche Quittung wie seinerzeit beim Missbrauchsskandal durch die Katholische Kirche: es wurde ihm das Wort abgeschnitten. Wofür? Für seine reale Einschätzung und die Betonung der Ursachen, statt einem nutz- und sinnlosen Herumlavieren an , bzw. Lamentieren zu den Auswirkungen.

Martin Heidingsfelder, der Plagiatsjäger von VroniPlag, bringt es seinerseits auf den Punkt, indem er die medikamentösen Behandlungsdefizite bei Depressionen, etc. anspricht.

Der international renommierte Psychiater David Healy legte in einem Interview dar, weshalb Medikamente wie Antidepressiva bei Amokläufen wie dem vom Germanwings Co-Piloten Lubitz, oder auch "Batman Shooter" James Holmes, der in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ein entscheidender Auslöser sein können. In diesem Zusammenhang konstatierte auch die DGPPN Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde auf Nachfrage, dass sie “ein hohes Interesse hat an einer Aufklärung des Germanwings-Falles hat, in der die Medikamenten-Aspekte mit beachtet werden".

David Healy weiter: "es gibt so viele von diesen Massentötungen durch Leute, die Psychopharmaka genommen haben, dass es fast sicher ist, dass in einigen dieser Massentötungen diese Medikamente in der Tat eine Rolle gespielt haben bzw. spielen."

Der Amokläufer von München soll wegen Depression psychiatrisch behandelt worden sein. Möglicherweise nahm auch er wie viele andere Amokläufer in den USA Antidepressiva.

Das ist es, wo ich die Wunde sehe, in welche ich so lange schon ungehört meine Finger lege.

Die Kritik am Wegsehen reicht nicht: wir brauchen pragmatische Schritte der Hin- und Zuwendung, denn verantwortlich sind wir Alle, mit unserer zum Brandbeschleuniger gesellschaftlicher Spaltung werdenden Gleichgültigkeit, statt Empathie, Hinsehen und Handeln.

Der Schlüssel zu allen Veränderungen: es geht nur gemeinsam. Wir können nicht Einzelfälle in den Vordergrund stellen und sie lösen wollen, wir müssen geschlossen gegen die immer gleichen Defizite in Struktur und System angehen, dann fallen die Lösungen der Einzelfälle nahezu automatisch zu. Ich wurde und werde nicht müde an diese Vernunft zu appelliere!

Der Egoismus durchaus zu Coop und Partnerschaft mit den von mir vertretenen reinen non-profit Initiativen zur Selbsthilfe mit den, für Betroffene, Geschädigte und Opfer dort Eintretenden geeigneter Initiativen jedoch überwog und mein Credo blieb ungehört.

Wie oft wird Kritik an fehlenden Gutachterqualitäten geübt, wenn dramatische Fälle wie Gustl Mollath oder Ulvi Kulac ans Licht der Öffentlichkeit kommen? Mit der Kritik alleine ist es jedoch nicht getan und jetzt wird ein noch viel größerer Abgrund deutlich: es ist nicht nur ein Skandal, dass – Gott sei Dank sind es noch Einzelfälle – Menschen zu Unrecht einsitzen: die medizinische Versorgung versagt bei der Vielzahl von Betroffenen durch Nichterkennen der Gegebenheiten. Wo ist jetzt die Stimme der für Einzelfälle kämpfenden und wo die gesteigerte Effizienz durch die meinerseits geforderten Synergien?

Und Martin Heidingsfelder bringt dazu noch einen weiteren Aspekt ins Bewusstsein: die Finanzkraft der Pharmaindustrie, welche ihre Präparate im Einsatz sehen will, auch wenn andere Konzepte die richtigen wären.

Gleiches gilt für das Verbot der Killerspiele, etc. und nimmt der Politik in Lobbyabhängigkeit die wirkliche – dem Amtseid entsprechend, dem Volkswohl dienende – Handlungsfähigkeit, was sie sich und uns jedoch nicht eingestehen will. Statt immer unerlässlichem Tabula Rasa nur ein weiteres Flüchten und Verrennen in Sprechblasen.

Eltern aus Winnenden haben bewegend überzeugende Statements gegeben. Wer fragt sich wirklich, ob in so Betroffenen die kochenden und immer wieder enttäuschten Emotionen zu tickenden Zeitbomben werden?

Wir verstehen den Schmerz durch Verlust eines Kindes.

Was aber ist mit einer Familie, welche durch Gesundheits- und Umweltgefahren einer ehemaligen militärischen Liegenschaft neben vielen weiteren körperlichen Beeinträchtigungen durch Zeugungsunfähigkeit erst gar keine Kinder bekommen kann? Lassen sich Schicksale gegeneinander aufwiegen? Nein! Und deshalb müssen wir rasch und wirkungsvoll zu pragmatischen Formen der Zuwendung kommen.

Wir sind bsw. darauf konditioniert, uns durch das Opfergeld beim sonntäglichen Gottesdienstbesuch geradezu frei zu kaufen. Welcher Pfarrer hat den Mut einmal im Monat auf die Kollekte zu verzichten und dafür die Gemeindemitglieder auf aktive Schritte zu verpflichten: eine Stunde bei der Tafel, ein Besuch im Altersheim, eine Nachhilfeeinheit im Flüchtlingsheim.

Unsere Vorstellungskraft für Schicksale muss einen breiter gefächerten Horizont bekommen, damit auch Verständnis entsteht für bsw. das Opfer eines heimtückischen Mordanschlages, welches seit 20 Jahren vor seinem Erleben auch für die Interessen von Tausenden von Gewaltopfern kämpft, ohne dass ihn öffentliche Wahrnehmung begleitet.

Bei Opfern von Wirtschaftskriminalität gibt es keine Toten zu beklagen, doch die zu überwindende Mauer um Rückerhalt der Reputation, Wiedergutmachung vernichteter (Familien-)Existenzen, das Schaffen 500 neuer Beschäftigungsverhältnisse löst Emotionen aus, die Niemand aufgreift und in ggfs. erforderliche Begleitung kanalisiert.

Wir versuchen allen Ländern unsere Form der Demokratie überzustülpen und gehen dabei zumeist mit Brachialgewalt über gewachsene Kulturen hinweg. Arbeiten uns an Fragen der Menschenrechte und Pressefreiheit im Ausland ab. Skandieren Lügenpresse, bleiben aber kalt, wenn ein 4-köpfiger Rechercheverbund körperlich und wirtschaftlich geschädigt, in seiner Existenz vernichtet, sowie in Sachsen binnen eines Jahres 39 JournalstInnen im Zuge ihrer Tätigkeit mit Strafverfahren überzogen werden.

Ja: der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan tritt Menschenrechte mit Füssen und dennoch müssen wir erst vor der eigenen Haustüre kehren, ehe wir uns nur zu gerne als die Besserkönner/-wisser positionieren und dortige Dissidenten als Feigenblatt (be)nutzen. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der Hüter des Sachsensumpfes macht es – typisch deutsch – eben weitaus subtiler!

Es geht um Beendigung und Aufarbeitung von Missständen, deren zu Grunde liegende Skandale jederzeit Jede(n) von uns ereilen können.

Ein Gefällt bei Facebook alleine ist und bleibt zu wenig. Ein aktives Mitwirken könnte ein erster Schritt sein, dass die sozialen Netzwerke nicht länger nur Schauplatz von Hypes um die Goldene Ananas, widerwärtigen Abreagierens sind, sondern sinnvoll zielführende Veränderung im Interesse des Gemeinwohles in Gang kommt.

Einzig auf diese Bestrebungen ausgerichtet sind:

www.facebook.com/MehrEthikinderWirtschaf tritt Negativfolgen aus (landes-)politisch gedeckter Wirtschaftskriminalität, unterdrückter Pressefreiheit, Politverflechtungen, sowie Justizdefizite und Mängel im Gutachterwesen entgegen.

www.facebook.com/pages/Gesundheits-und-Umweltgefahren-beim-Verkauf-militärischer-Anlagen/1690614027824832?fref=ts wendet sich gegen die Gesundheits- und Umweltgefahren nach Verkauf militärischer Liegenschaften, welche aufgrund deren unzureichender Sanierung trotz geflossener und versickerter EU-Konversionsmittel in Milliardenhöhe bestehen.

www.facebook.com/OEGkuenftigfairundgerecht?fref=ts lenkt den Blick auf die Tausende von Opfern einer Gewalttat, welche ganz offensichtlich Jahr für Jahr und wissentlich durch die öffentliche Hand um Millionen ihrer Entschädigungen betrogen werden und setzt sich für eine künftig verfassungskonforme Gesetzesanwendung ein.

www.facebook.com/JaFemiwirschaffendas Bürgerengagement gegen Behördenmängel zur Hilfe für das abgeschobene Ausnahmetalent Femi Morina.

Soweit selbst ein Missstand beendet und aufgearbeitet werden soll, findet sich in den dortigen Gemeinschaften auch die Stärke dazu.

Herzlichen Dank für jeden – wenn auch noch so kleinen – Beitrag: wir profitieren Alle durch einen Anfang einer besser gewordene Welt davon!



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